Brief von ARD-und ZDF-Journalisten an den Österreichischen Bundeskanzler

Es ist wirklich nicht nur erstaunlich, sondern eher befremdlich, dass sich diese Journalisten aus Deutschland in die Angelegeheiten eines anderen Landes, nämlich Österreich einmischen. Wie kommen die eigentlich dazu?

Sie meinen, sie müssten einem Bundeskanzler sagen, was er zu tun hat.

Vielleicht solten sie das erst mal in hrem eigenen lLand tun!

ARD- und ZDF-Journalisten fordern Kurz zum Handeln auf

Prominente deutsche Journalisten sehen die Meinungsfreiheit in Österreich bedroht. In einem offenen Brief fordern sie Kanzler Sebastian Kurz auf einzuschreiten. Er solle seinen Vizekanzler im Umgang mit dem ORF bändigen.

Die Welt online vom 1.März 2018

https://www.welt.de/kultur/medien/article174080375/FPOE-Angriffe-auf-ORF-ARD-und-ZDF-Journalisten-fordern-Kurz-zum-Handeln-auf.html

Die Kommentare unter dem Artikel sprechen eine sehr eindeutige Sprache:

„Das Ganze ist eine bodenlose Frechheit und de facto eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes…(…)

„Ich denke, dass es den Herren und Damen Journalisten aus Deutschland gar nicht um Österreich geht, sondern um die Beutegemeinschaft aus öffentlich-rechtlichen Medien und Politik in den deutschsprachigen Ländern. Zerbricht die in Österreich, ist auch die in Deutschland gefährdet.“ 

………

 

Hier der ganze Wortlaut des Briefess;

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

mit großer Sorge beobachten wir die Angriffe von Politikern Ihres Koalitionspartners FPÖ auf unabhängige Journalisten und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ORF in Ihrem Land. Bestürzt sind wir über das Facebook-Posting Ihres Vertreters im Amte des Bundeskanzlers, Heinz-Christian Strache, in dem er den ZiB2-Nachrichtenmoderator und Hanns-Joachim-Friedrichs-Preisträger Armin Wolf mit Lüge und Propaganda gleichsetzt und Hunderte Journalistinnen und Journalisten des ORF als Propagandisten und Produzenten von Falschmeldungen verleumdet.

Das Machwerk dieses Postings als Pranger sowie sein denunziatorischer Inhalt verletzen die Grenzen politischen Anstands im Umgang mit freier Presse und unabhängigen Medien. Der Versuch des Vizekanzlers der österreichischen Regierung, den persönlichen Ruf von Journalisten zu beschädigen und deren Glaubwürdigkeit zu untergraben, verstehen wir als einen Angriff auf einen der wichtigsten Grundwerte demokratischer Ordnung, die Pressefreiheit. Er gleicht den Methoden der ungarischen und polnischen Regierung.

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, Sie haben sich in Deutschland mit Ihren offenen Worten in Interviews und Fernsehdiskussionen einen Namen gemacht. Umso mehr verwundert uns Ihre Zurückhaltung in diesem für die Meinungs- und Pressefreiheit eines europäischen Landes so wichtigen Fall.

Wir hoffen sehr, dass es in Wien einen Ort gibt, an dem pressefeindlichen und demokratieschädlichen Attacken durch österreichische Regierungsvertreter deutlich Einhalt geboten wird. Vielleicht ist dieser Ort ja das Bundeskanzleramt am Ballhausplatz.

Mit freundlichen Grüßen

für den Vorstand: Prof. Dr. Claus Richter

Nikolaus Brender, Journalist, ehem. Chefredakteur ZDF

Maybrit Illner, Fernsehmoderatorin ZDF

Prof. Jürgen Flimm, Intendant Staatsoper Berlin

Petra Gerster, Nachrichtenmoderatorin Heute ZDF

Dr. Claus Kleber, Journalist, Nachrichtenmoderator Heute Journal ZDF

Theo Koll, Auslandskorrespondent ZDF

Wolf von Lojewski, Journalist, ehem. Moderator Heute Journal ZDF

Stephan Lamby, Journalist, Autor, Produzent

Eva Müller, Fernsehjournalistin, Buchautorin

Frank Plasberg, Journalist, Fernsehmoderator ARD

Prof. Fritz Pleitgen, ehem. Präsident EBU (Europäische Rundfunkunion), Intendant WDR

Christina Pohl, Journalistin, Spiegel TV

Volker Skierka, Journalist

Marietta Slomka, Journalistin, Nachrichtenmoderatorin Heute Journal ZDF

Denis Scheck, Journalist, Literaturkritiker ARD

Anne Will, Fernsehjournalistin ARD

Ulrich Wickert, Buchautor, ehem. Moderator Tagesthemen ARD

Thomas Roth, Journalist, ehem. Moderator Tagesthemen ARD

Deutsche für Armin Wolf

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/medien/950208_ORF-Debatte-erreicht-den-Publikumsrat.html

Prominente deutsche Journalisten haben in einem offenen Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz „Angriffe“ der FPÖ „auf unabhängige Journalisten und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ORF“ beklagt und Kurz’ „Zurückhaltung“ kritisiert.

Unterzeichnet wurde das Schreiben unter anderem von den bekannten TV-Moderatoren Maybrit Illner, Anne Will, Marietta Slomka und Frank Plasberg. Insgesamt setzten 19 Personen ihre Unterschrift unter den am Donnerstag verbreiteten Brief. Sie alle sitzen im Vorstand des Vereins Hanns Joachim Friedrichs Preis für Fernsehjournalismus, den 2016 ausgerechnet „Zeit im Bild 2“-Anchorman Armin Wolf erhalten hatte.

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