Tirol ist anders

Immer wieder wird spricht man auch vom „Heiligen Land Tirol“. Hier werden christliche Traditionen noch gepflegt. Seit über 60 Jahren sind zwischen Neujahr und dem 6. Januar viele Kinder als sog. Sternsinger unterwegs. Sie bringen die gute Nachricht der Geburt Jesu in die Häuser. Sie singen und sprechen den Segen über das Haus und dessen Bewohner und schließlich sammeln sie für Projekte in Entwicklungsländern. Die Kinder sind mit großer Begeisterung dabei, denn die meisten Menschen schenken ihnen Süßigkeiten. Bevor diese Aktion beginnt findet jedes Jahr eine Sendungsfeier statt, bei der die kleinen Sternsinger so zu sagen auf ihren Weg geschickt werden. Dieser Gottesdienst wird für die Diözese traditionell vom Bischof geleitet. Der neue Innsbrucker Bischof war zum ersten Mal in seiner Funktion als Bischof dabei. Er nutzte seine Ansprache dazu, mit ausgetrecktem Zeigefinger die Kinder zu ermahnen sich in den Häusern ordentlich aufzuführen.

Seine Art entspricht nicht meiner Vorstellung, wie man mit so motivierten, aufgeregten Kindern reden sollte, aber er kann es ja machen wie er es für richtig hält.

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Bischof Hermann Glettler mit einigen Sternsingern

Interessant fand ich, dass bei dieser Feier auch der Tiroler Landeshauptmann  Günther Platter persönlich anwesend war. Es gab ein kurzes Gespräch mit ein paar Kindern, die ihm Fragen stellten. Seine freundliche und fröhliche Art auf die Fragen der Kinder zu antworten gefiel mir sehr gut. Überrascht war er, als er gefragt wurde, ob er eine Gruppe Sternsinger begleiten wird. Und er war so überrumpelt, dass er nicht nein, sagte, sondern sich dazu bereit erklärte.

Seit ein paar Jahren gibt es keinen Schwarzen mehr in den Sternsingergruppen aus Respekt vor den Afrikanern, wobei viele Kinder sehr gerne diese Rolle übernommen hatten. (Die Gesichter wieder sauber zu bekommen, ist eine andere Geschichte)

Wer der drei Könige ist der Mohr?

Um die „Drei Weisen aus dem Morgenland“ ranken sich zahlreiche Legenden und Erklärungsversuche: Erst der Volksglaube machte sie zu Königen, und erst im 6. Jahrhundert erhielten sie die Namen „Caspar, Melchior und Balthasar“.

Oft wird heute Caspar als Myrrhe schenkender Afrikaner abgebildet (dies erst ab dem 12. Jhdt.),
der Europäer Melchior bringt Gold,
und Balthasar als asiatischer König schenkt Weihrauch.

Caspar bedeutet übersetzt: „Der Schatzmeister“
Melchior heißt übersetzt:    „Königliches Licht“
Balthasar heißt übersetzt:   „Schütze mein Leben“

http://www.kirchenweb.at/christkind/heiligen_drei_koenige/heiligendreikoenige.htm

 

In der Kunst werden sie oft auch als Jüngling, erwachsener Mann und Greis dargestellt.

So schrieb Beda Venerabilis (oder sein Nachfolger) um 730 nach einer älteren griechischen Vorlage: der erste soll Melchior gewesen sein, ein Greis mit weißem Barte, der zweite Caspar, ein bartloser Jüngling, der dritte Balthasar, mit dunklem Vollbart

Ab dem 11. Jahrhundert stammen die Könige aus den damals bekannten drei Kontinenten Europa, Asien und Afrika.

Die Heiligen Drei Könige stehen wie erwähnt für drei Kontinente.

Caspar verkörpert Afrika, daher seine schwarze Gesichtsfarbe.

Balthasar symbolisiert meist Asien und

Melchior Europa.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Drei_K%C3%B6nige

 

Was bedeuten die Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe?

Sie stellen die drei wertvollsten Schätze aus der Zeit der Geburt Jesu dar.

Das Gold (Melchior) ist Bild für die Weisheit eines Königs,

Weihrauch (Balthasar) gilt als Opfergabe und für das Gebet und

Myrrhe (Caspar) soll Reinheit und Selbstbeherrschung symbolisieren.

Was bedeutet der Schriftzug C + M + B,   den die Sternsinger mit Kreide auf die Türstöcke schreiben?

Mit diesem Zeichen verewigen sich die Sternsinger nicht mit ihrem Namen.  Die Buchstaben sind die Abkürzung für den lateinischen Segensspruch:

 „Christus mansionem benedicat“ und bedeutet =  „Christus segne dieses Haus“

 

 

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