Glück und Zufriedenheit – Was macht ein gutes Leben aus?

20.Enquette  17.November 2017 in Innsbruck

Mitschrift des Refeatest von Dr. Wilhelm Schmid aus Berlin

Seinen Vortrag stellte er unter den Titel:

Was wir gewinnen, wenn wir älter werden“

Für ihn persönlich begann das eigentliche Nachdenken übers Älter werden in der Nacht vor seinem 60.Geburttsgag. Statt zu feiern, wie er es sich vorgestellt hatte, begann er zu grübeln, ja fast verfiel er in eine Depression. Ihn quälten folgende Fragen:

  • Was war dein Leben?
  • Was hast du erreicht?
  • Was glaubst du, wie viel Zeit du noch hast?

Schmidt teilte das menschliche Leben in verschiedene Lebendphasen ein.

1.Die  Möglichkeitsphase  0 -25 Jahre

In dieser Phase geht es ums Spielen, Lernen und Ausprobieren. Der Blick geht nach vorne, in die Zukunft.

2.Die  Wirklichkeitsphase  25 – 50 Jahre

Er nennt sie auch die Stressphase. Die Menschen müssen sich nun festlegen:  Beruf – Job – Karriere – Familie, ja oder nein und alles läuft parallel, nicht nacheinander. In dieser Phase bleibt kaum Zeit zum Nachdenken.

3.Die Noch-Phase 50 -75 Jahre

In dieser Phase geht der Blick zurück, in die Vergangenheit. Man bekommt zu hören: „Sie sehen ja noch ganz gut aus, für Ihr Alter! „Sie sind ja noch recht fit. Sie können ja noch ohne Brille lesen!“ etc.

4.Die Phase des hohen Alters 75 – 100 Jahre  (und darüber)

Wichtig in dieser Phase ist es sich um seine Gesundheit zu kümmern, körperlich und geistig. Ebenso Gewohnheiten pflegen und die Dinge (das Leben) genießen, das macht gelassen. Qualität statt Quantität z.B. beim Essen. Schmidt betonte, dass in diesem Alter zwischenmenschliche Kontakte sehr wichtig sind. Die meisten Freundschaften werden in der Jugend geschlossen, aber wenn man sie vernachlässigt gehen sie im Laufe des Lebens und Alltages verloren. Berührungen hält er für wichtig, wobei Haustiere oft diese „Aufgabe“ übernehmen würden.

Wenn man im Rückblick auf sein Leben sagen kann: >Es war gut, so wie es war.< und sich an den Tagen, Wochen, Monaten und Jahren erfreuen kann, die noch vor einem liegen, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass man Gelassenheit erlernt hat.

Wilhelm Schmid (Philosoph)

20. Enquete der Abteilung Gesellschaft und Arbeit des Landes Tirol 2017

 

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