Eltern lassen Kind nicht an Schulausflug zur Moschee teilnehmen – 300 Euro Bußgeld

Veröffentlicht am 2.11.2016

Im Juni hatte eine siebte Klasse des Kronwerk Gymnasiums in Rendsburg im Rahmen des Erdkundeunterrichts die benachbarte Moschee besucht. Der Vater eines 13-Jährigen informierte die Schule darüber, dass sein Sohn nicht an der Veranstaltung teilnehmen wird. Auf die Nichtteilnahme an der Schulveranstaltung reagierte die Schule mit einem Bußgeld in Höhe von 300 Euro.Die Familie wandte sich an den Juristen Alexander Heumann und versuht sich gegen diese Maßnahme zu wehren. RT Deutsch hat den Rechtsanwalt um ein Interview gebeten.

https://deutsch.rt.com/kurzclips/42682-kronwerk-moschee-bussgeld-schule/

 

Schulbesuch in einer Moschee sorgt für Streit

Nachrichten des Norddeutschen Rundfunks online:

Weil Eltern ihren Sohn bei einem Schulausflug in eine Moschee zu Hause ließen, könnten sie nun vor Gericht kommen. Bereits im Juni hatte eine siebte Klasse des Gymnasium Kronwerk in Rendsburg im Rahmen des Erdkundeunterrichts die benachbarte Moschee besucht. Der Vater eines 13-Jährigen teilte der Lehrerin schriftlich mit, dass sein Sohn bei der Veranstaltung nicht dabei sein sollte. Nach Angaben von Jurist Alexander Heumann geschah das „aus weltanschaulichen Gründen und Sorge um ihr Kind“. Alexander Heumann ist nach eigenen Angaben Fachanwalt für Familienrecht und vertritt die Eltern. In seiner Verteidigerschrift, die er im Internet veröffentlicht hat, zitiert er die Eltern mit einem Schreiben, in dem sie betonen, sie sorgten sich auch um die Sicherheit für Leib und Leben ihres Kindes. „Seit Jahren hören wir Berichte über religiös motivierte Gewalt im Zusammenhang mit islamischen Menschen“, heißt es darin weiter.

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Schulbesuch-in-einer-Moschee-sorgt-fuer-Streit,moscheebesuch100.html

 

Spiegel-Online:

Gymnasium in Schleswig-Holstein Eltern streiten mit Schule über Ausflug in Moschee

Klassenausflug in eine Moschee, doch ein Schüler fehlt: Seine Eltern weigern sich, ihn in ein islamisches Gotteshaus gehen zu lassen. Das Ordnungsamt verhängt ein Bußgeld.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/eltern-streiten-mit-schule-ueber-ausflug-in-moschee-a-1118373.html

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt im Fall eines Schülers aus Rendsburg in Schleswig-Holstein, der einem Schulausflug in eine Moschee fernblieb. Die Eltern des 13-Jährigen wollten offenbar aus „weltanschaulichen Gründen“ nicht, dass ihr Sohn mit seiner Erdkundeklasse ein islamisches Gotteshaus besucht.

„Die Eltern und das Kind gehören keiner Glaubensgemeinschaft an und vertreten die Auffassung, dass man niemanden gegen seinen freien Willen zum Betreten eines Sakralbaus zwingen kann.“( so der Anwalt der Familie in seiner Verteidigungsschrift)

Verteidigunsschrift des Anwaltes:

1 x Moschee geschwänzt, = 300,00 Euro Bußgeld? 

Eine Verteidigerschrift für die breite Öffentlichkeit.

 Von Rechtsanwalt Alexander HeumannFachanwalt für Familienrecht

http://familien-u-erbrecht.de/2016/10/23/rendsburger-schulschwaenzer-fallverteidigerschrift/

Ein Ausschnitt davon:

(……)Wird die sogenannte „Religionsfreiheit“[x] zugunsten des Islam einseitig ausgelegt?

Anscheinend kennen die Schulbehörden nicht die einschlägige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Aufgrund dessen ´Kruzifix-Beschluss´ musste sogar das christliche Kreuz aus einem bayerischen Klassenzimmer entfernt werden – mit Rücksicht auf die sog. „negative Religionsfreiheit“ eines anthroposophischen Schülers, der das Kruzifix als Zumutung empfunden hatte. Dann aber sollte auch kein Schüler gezwungen werden dürfen, eine Moschee zu besuchen; mit einer Weigerung machen Schüler bzw. deren Eltern in rechtmäßiger Weise von einem Grundrecht Gebrauch. Das darf folglich nicht mit Sanktionen geahndet werden.

Würde man das Straf- bzw. Ordnungswidrigkeitenrecht auch dann gegen Eltern in Stellung bringen, wenn ein muslimisches Kind ein christliches Gotteshaus nicht betreten wollte?

Schulbehörden hatten zum Teil kein Problem damit, wenn muslimische Schüler während des Ramadans schulfrei bekommen oder junge Muslime im religiösen Gewissenskonflikt den nicht nach Geschlechtern getrennten Schwimmunterricht verweigern. Es gibt sogar Schulen, die aus Rücksichtnahme gegenüber Muslimen das Schweinefleisch aus Schulkantinen verbannt haben. (….)

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