Schönen Advent

Advent

Ich wünsche euch allen eine friedliche

und besinnliche

Adventzeit

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Koan

Was ist ein Koan?

Ein Koan kann nicht durch Denken erfasst werden.
Oft klingen sie paradox, unverständlich oder sogar sinnlos.
Das bekannteste Koan lautet:
Wie klingt das Klatschen einer Hand?

Heute Nacht habe ich einen solchen Satz geträumt
und möchte ihn gerne auch anderen zur Verfügung stellen.

> Ich bin die Türe, durch die ich gehen muß<

Eine kleine Geschichte zum Nachdenken

Anrufer: Hi, ich hab hier ein neues Programm, das würde ich gern auf meinem persönlichem Rechner installieren. Es heißt “Liebe”. Was soll ich denn da als Erstes machen?

Hotline: Auf ihrer Festplatte gibt es eine Partition HERZ. Haben Sie die?

Anrufer: Ach so, das ist der Trick! Ich hab’s immer auf der Hauptpartition KOPF versucht.
Ich probier das mal… Mist, HERZ ist aber ziemlich voll!

Hotline: Machen Sie den Taskmanager auf und gucken unter Prozesse nach.

Anrufer: alte_verletzungen.exe, groll.com, geiz.com, ablehnung.exe, lauter so ein Zeug.
Vor allem hass.exe – boah, das krallt sich fast den ganzen Speicher!

Hotline: Kein Problem. “LIEBE” wird vieles davon automatisch aus ihrem Betriebssystem raushauen. Manches bleibt zwar im Hintergrund aktiv, wird aber keine anderen Programme stören. alte_verletzungen.exe und geiz.com müssen Sie aber selber vollständig löschen!

Anrufer: Das hat mich Jahrzehnte gekostet, all diese Komponenten dafür zu sammeln! Muss das wirklich raus?

Hotline: Ja, das ist unumgänglich. Gehen Sie ins Startmenü und suchen Sie Zubehör/Verzeihung. Das lassen Sie so oft laufen, bis geiz.com und alte_verletzungen.exe raus sind.

Anrufer: Na gut, wenn’s sein muss. “LIEBE” ist mir einfach so sehr empfohlen worden, das Ding will ich unbedingt haben! Oje, >>Error 490 – Programm läuft nicht auf internen Komponenten.<< Was soll denn das?

Hotline: Ein altbekanntes Problem. Es bedeutet, dass ”LIEBE” für externe HERZEN konfiguriert ist, aber auf ihrem eigenen ist es noch nicht gelaufen. Das ist eine von diesen ganz komplizierten Sachen. Ich sag’s mal so: Sie müssen zunächst ihr eigenes Gerät lieben, bevor es andere lieben kann!

Anrufer: Hä?

Hotline: Können Sie den Ordner Selbstakzeptanz finden?

Anrufer: Ja, hab ich!

Hotline: Wunderbar, klicken Sie auf die folgenden Dateien und kopieren Sie die in den Ordner MEIN HERZ, und zwar: selbstvergebung.doc, selbstschätzung.doc und güte.txt. Außerdem bitte selbstbeurteilung.exe aus allen Ordnern löschen!

Anrufer: Wow, LIEBE installiert sich schon!!!!

Hotline: Das ist gut. Nun sollte eine Nachricht auftauchen, dass sich LIEBE immer wieder selbst lädt, solange ihre HERZ-Festplatte läuft. Sehen Sie die?

Anrufer: Seh’ ich. Ist die Installation nun abgeschlossen?

Hotline: Ja, aber denken Sie daran, das Sie nur die Basisversion installiert haben. Sie müssen sich mit anderen HERZEN vernetzen für die Upgrades.

Anrufer: Klasse, mein HERZ lädt gerade eine wunderschöne Melodie. Auf dem Bildschirm läuft lächeln.mpeg. Wärme.exe, friede.exe und zufriedenheit.doc sind jetzt im Speicher!

Hotline: Fein, damit ist LIEBE installiert und läuft ab sofort!

Anrufer: Jetzt brauchen Sie sicher meine Kontonummer, stimmt’s?

Hotline lachend: Nein, LIEBE ist Freeware! Geben Sie das Programm bitte an jeden weiter, den Sie treffen. Die Leute verbreiten es weiter und ich wette, dass Sie dann von den vielen neuen Modulen noch mehr zurückbekommen! 

(Verfasser unbekann!)

Quelle: http://www.espirima.at/update-liebe/

Paris

Auch nach drei Tagen hängen die Ereignisse von Paris mit total nach.

Es hat mir den Appetit verschlagen und meine Stimmung ist gedämpft. Es hilft mir auch nicht viel weiter zu wissen, dass unsere Verwandten und Bekannten nicht unter den Opfern sind.

Aber hat denn nicht jeder eine Familie und Freunde?

Doch es ist nicht nur die Betroffenheit, die mich so lähmt, sondern ich fühle die Energien, die davon ausgehen.

Es gelingt mir nicht in meiner Mitte zu bleiben.

Und ich habe große Mühe zu glauben, dass hintern allem, was auf der Erde geschieht, ein großer Plan steht.

Man sagt, alles geschieht immer zur rechten Zeit und so wie es ist, ist es gut.

Im normalen Alltag kann ich diese Affirmation verwenden, aber im Moment nicht.

Glück ist wo ich bin

Viele Menschen verwenden Affirmationen.

So lange man sie aber nicht fühlen kann, bleiben sie irgendwie leer.

Und doch können sie auch als eine Art Gehstock verwendet weden,

wenn das Leben mal nicht so einfach ist.

Ich liebe folgende Affirmation:

Ich bin immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Und plötzlich kann man es auch fühlen:

Glück ist wo ich bin.

Ich wünsche euch glückliche und erfüllte Tage.

Eine Geschichte über Gott

Als Gott nach langem Zögern wieder mal nach Hause ging, war es schön. Sagenhaftes Wetter!
Und das erste was Gott tat, war:
Die Fenster sperrangelweit zu öffnen, um sein Häuschen gut zu lüften. Und Gott dachte: „Vor dem Essen werde ich mir noch kurz die Beine vertreten.“
So lief er den Hügel hinab zu jenem Dorf,
von dem er genau wusste, dass es da lag.
Und das erste, was Gott auffiel war,
dass da mitten im Dorf während seiner Abwesenheit etwas geschehen war,
was er nicht erkannte.
Mitten auf dem Platz stand ein Gebäude mit einer Kuppel
und einem Pfeil darauf, der pedantisch nach oben wies.
Gott rannte mit Riesenschritten den Hügel hinab,
stürmte die monumentale Treppe hinauf
und befand sich in einem unheimlichen,
nasskalten, halbdunklen, muffigen Raum.
Dieser Raum hing voll
mit allerlei merkwürdigen Bildern,
die viele Mütter mit Kind mit Reifen über dem Kopf
und ein fast sadistisches Standbild
von einem Mann an einem Balkengerüst, zeigten.
Der Raum wurde erleuchtet von einer Anzahl fettiger, gelblich-weißer, chamoistriefender Substanzen, aus denen Licht leckte.
Er sah auch eine höchst unwahrscheinliche Menge kleiner Kerle herumlaufen
mit dunkelbraunen und schwarzen Kleidern
und dicken Büchern unter müden Achseln, die selbst aus einiger Entfernung leicht modrig rochen.
„Komm mal her!
Was ist das hier?“ fragte Gott.

Das ist eine Kirche, mein Freund.
Das ist das Haus Gottes“, bekam er als Antwort.

„Aha“ sagte Gott.
Aber wenn das hier das Haus Gottes ist, Junge,
warum 
blühen hier dann keine Blumen,
warum strömt hier dann kein 
Wasser und
warum scheint dann hier die Sonne nicht, Bürschchen ?!“
„….das weiß ich nicht.“

„Kommen hier viele Menschen her, Knabe?“
„Es geht in letzter Zeit etwas zurück.“
„Und woher kommt das Deiner Meinung nach?
Oder hast Du keine Meinung?“
„Es ist der Teufel.
Der Teufel ist in die Menschen gefahren.
Die Menschen denken heutzutage, dass sie selbst Gott sind
und sitzen lieber auf ihrem Hintern in der Sonne.“

Und Gott lief fröhlich pfeifend aus Kirche auf den Platz.
Da sah er auf einer Bank einen kleinen Kerl in der Sonne sitzen.
Gott setzte sich neben das Männlein,
schlug die Beine übereinander und sagte:
„….Hallo Kollege!“
(Hermann van Veen)